DKS-Symposium am 11.11.2025

Das 1. DKS-Symposium gab einen umfassenden Überblick über die DKS-Themen. Nach fast 5-jährigem Bestehen des StaRUG ist eine breite Diskussion um eine Evaluierung entstanden. Hintergrund sind einzelne Restrukturierungsfälle wie Leoni, Varta und BayWa, aber auch verschiedene Gerichtsentscheidungen. Dr. Susann Brackmann von CMS stellte die einzelnen Diskussionspunkte im Detail dar. Anschließend ging es um ein neues DKS-Muster. Bei Konsortialkrediten sind gerade im Small/Mid Cap-Bereich LMA-Muster nicht sinnvoll einsetzbar. Hier könnte mit einem Bezug zum deutschen Recht eine erhebliche Verschlankung eintreten. Dr. Eva Reudelhuber von Gleiss Lutz stellte dann nicht nur die möglichen Ansätze für eine Reduzierung der LMA-Komplexität dar, sondern gab auch noch einen Ausblick auf einen „zukunftsfähigen Kreditvertrag“. Künstliche Intelligenz oder AI ist nach wie vor ein Kernthema, mit dem sich auch die Kreditinstitute beschäftigen müssen. Max Weltersbach (Deloitte/Alix Partners) gab hierzu einen praxisbezogenen Überblick über die strategischen Marktchancen und die Herausforderungen einer ganzheitlichen Implementierung von KI in Banken und Finanzdienstleistungsinstituten.. Angesichts der zunehmenden Daten-Leaks dürfte jedem klar sein, dass es zukünftig auf valide Daten ankommen wird. Hierzu gab Gaby Kabbert von Regis 24 einen spannenden Einblick und Ausblick. Auch datengetrieben, aber im Legal Tech Segment angesiedelt, stellte Dr. Stefan Kucera seine von KuCept und Spryfox AI entwickelte Immobilien-Due-Diligence-Software Legal ALAN vor.

Ein weiteres Beispiel, wie EU-Richtlinien vom deutschen Gesetzgeber schlecht umgesetzt werden, liefert die Verbraucherkredit-Richtlinie 2.0. Diese stellt die Kreditinstitute vor erhebliche Probleme, wie Judith Wittig von der Deutschen Bank und Nicolas Dörr von BNP Consors Finanz detailliert darstellten. Auch in der Wissenschaft kommt der vorliegende Referentenentwurf nicht gut an, wie Prof. Dr. Petra Buck-Heeb (Universität Hannover) und Prof. Dr. Katja Langenbucher (Goethe Universität Frankfurt) darlegten. Die Hoffnung besteht, dass sich im Gesetzgebungsverfahren noch etwas verändern lässt.

Zum Schluss ging es dann um drei Spezialthemen: zum einen um den Central Bank Money Token, detailliert vorgestellt von Prof. Dr. Sebastian Omlor (Universität Marburg), die von Dr. Christian Farruggio (Deloitte) beschriebenen Kapitalanforderungen aus der CRR III mit dem Output Floor und RWA-Auswirkungen sowie dem aktuellen Stand zu der seitens der EU-Kommission beabsichtigten Wiederbelebung und Vereinfachung der Verbriefungsmärkte, vorgestellt von Jan-Peter Hülbert, True Sale International.

(v.l.n.r.: Sebastian Omlor, Katja Langenbucher, Jörg Keibel, Petra Buck-Heeb, Gaby Kabbert, Susann Brackmann, Stefan Kucera, Max Weltersbach, Judith Wittig)
(v.l.n.r.: Christian Farruggio, Jörg Keibel, Jan-Peter Hülbert)