EBA Konsultation zu NPL Templates bis 31.08.2021

Eigentlich ist der EBA schon mindestens seit 2017 bekannt, dass es für die Bewertung von NPL auf eine solide Datenbasis ankommt. Damit soll das Auseinanderfallen von vom Verkäufer erwarteten Kaufpreisen und von Investoren angebotenen Preisen verhindert werden (bid-ask-spread). Es konnte inzwischen aber herausgearbeitet werden, dass die ursprünglichen NPL Templates der EBA, die ja eigentlich die KPMG verursacht hat, viel zu umfangreich und teilweise redundant waren. Viele Banken würden auch gern bessere Daten anbieten, aber zuweilen sind diese Daten gar nicht erfasst oder lassen sich IT-technisch nicht einfach selektieren. Dadurch blieb die Umsetzung der NPL Templates auch in der Schwebe.

Mit dem neuen Aktionsplan der EU Kommission vom Dezember 2020, wie der Abbau von NPL vorangetrieben werden kann, ist nun auch die Diskussion um die Datenbasis wieder in Gang gekommen. Dementsprechend hat die EBA jetzt zu einer Konsultation eingeladen, die bis zum 31. August 2021 laufen soll. Es geht dabei um die inzwischen überarbeiteten NPL Templates. Dabei vergisst die EBA zu erwähnen, dass diese Überarbeitung wesentlich von einer Working Group des European Data Warehouse vorangetrieben wurde.

Einen interessanten Hinweis gibt die EBA noch, dass nämlich die immer noch nicht finalisierte Richtlinie der Kreditservicer und Kreditkäufer dazu dienen könnte, aus den NPL Templates einen festliegenden Technikstandard (IST) zu machen.