Deutschland ist ein Darlehens- beziehungsweise Kreditmarkt. Kredittransaktionen sind eine wichtige Möglichkeit des Risikomanagements und der Refinanzierung für Kreditinstitute. Die Vereinfachung und Beschleunigung derartiger Transaktionen erhöht das Marktvolumen und die Marktliquidität.

Die Vereinigung Deutsche Kreditmarkt-Standards e. V. (DKS) erarbeitet Prozess- und Vertragsstandards für den deutschen Kreditmarkt und die dort stattfindenden Transaktionen. Werden Sie Mitglied des DKS und profitieren Sie von dem fachlichen Austausch mit anderen Experten aus Kreditinstituten, Kanzleien, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Hochschulen.

Handbuch Europäisches Bankaufsichtsrecht

Die Bankenaufsicht wurde in den vergangenen Jahren zunehmend europäisch ausgerichtet. So sind neue Akteure und Organisationen auf europäischer Ebene etabliert sowie neue europaweit gültige regulatorische und gesetzliche Rahmenwerke eingeführt worden. Die Europäische Zentralbank nimmt dabei eine herausragende Rolle in der europäischen Bankenaufsicht ein – für die einzelnen Institute ist sie nunmehr neben den nationalen Aufsehern die bestimmende Aufsichtsinstitution. In diesem Zusammenhang müssen Banken und Finanzdienstleistungsinstitute striktere Vorgaben insbesondere bezüglich ihrer Kapitalausstattung erfüllen. Dabei steht im Wesentlichen der Risikograd der Bankgeschäfte bei der Bemessung der Kapitalanforderungen im Vordergrund, was sich auch zentral auf die Geschäftspolitik und -strategie der einzelnen Institute auswirkt. Die Umsetzung der Aufsichtsstandards geht einher mit einem deutlich umfangreicheren Meldewesen der Banken an die Aufsicht. Das aktuelle Handbuch Europäisches Bankaufsichtsrecht (1. Auflage 2016; 1070 Seiten), herausgegeben von Dr. Simon G. Grieser und Dr. Manfred Heemann unter Beteiligung von vielen fachkundigen Autoren gibt hierzu eine umfassende Darstellung. Es ist als Band 4 in der Frankfurter Reihe zur Bankenaufsicht erschienen.

Wohnimmobilienkreditrichtlinie

Die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie wird zu einer Standardisierung in deren Umsetzung führen, an der auch der Deutsche Kreditmarkt-Standards e.V. mitwirken wird.

Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie
Die Richtlinie 2014/17/ЕU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Februar 2014 über Wohnimmobilienkreditverträge für Verbraucher wird bis zum 21. März 2016 in deutsches Recht umgesetzt. Entsprechend der Vereinbarung des Koalitionsvertrags, werden Regelungen zur Beratungspflicht des Darlehensgebers für die Fälle eingeführt, in denen das Konto dauerhaft oder erheblich überzogen wird.
Neue Erlaubnispflicht nach § 34i GewO (Immobiliardarlehensvermittler)
Die neue Erlaubnispflicht des Immobiliardarlehensvermittlers (§ 34i GewO) erfasst die gewerbsmäßige Vermittlung von Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen oder entsprechende entgeltliche Finanzierungshilfen und die Beratung zu solchen Verträgen.
Unter den Begriff „Immobiliar-Verbraucherdarlehensvertrag“ fallen nach der Legaldefinition des aktuellen Gesetzes entgeltliche Darlehensverträge zwischen einem Unternehmer als Darlehensgeber und einem Verbraucher als Darlehensnehmer, die entweder durch ein Grundpfandrecht oder eine Reallast besichert sind oder die für den Erwerb oder die Erhaltung des Eigentums an Grundstücken, an bestehenden oder zu errichtenden Gebäuden oder für den Erwerb oder die Erhaltung von grundstücksgleichen Rechten bestimmt sind.
Unter dem Begriff der entgeltlichen Finanzierungshilfe fallen der entgeltliche Zahlungsaufschub sowie die sonstige entgeltliche Finanzierungshilfe, die sich auf den Erwerb oder die Erhaltung des Eigentumsrechts an Grundstücken, an bestehenden oder zu errichtenden Gebäuden oder auf den Erwerb oder die Erhaltung von grundstücksgleichen Rechten beziehen. Neu eingefügt wurde in die aktuelle Fassung die Klarstellung, dass ein unentgeltlicher Zahlungsaufschub als entgeltlicher Zahlungsaufschub anzusehen ist, wenn er davon abhängig gemacht wird, dass die Forderung durch ein Grundpfandrecht oder eine Reallast besichert wird.
Die Vermittlung von Bausparverträgen wird von § 34i Absatz 1 GewO nicht erfasst, weil Bausparverträge als solche keine Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträge sind. Sie bilden allerdings eine Grundlage für den etwaigen späteren Abschluss eines Bausparvertrages, bei dem es sich oftmals um einen Immobiliar-Verbraucherdarlehensvertrag handeln wird, bei dem es sich aber auch um einen Allgemein-Verbraucherdarlehensvertrag handeln kann. Wegen dieser Verknüpfung wird von der Bundesregierung noch geprüft, ob eine ausdrückliche Einbeziehung der Vermittler von Bausparverträgen in den Anwendungsbereich des § 34i GewO zu einem späteren Zeitpunkt sachgerecht erscheint.
(Quelle: www.muenchen.ihk.de › Recht & Steuern › Immobiliardarlehensvermittler)

Neuigkeiten DKS

Die Leiter der Fachausschüsse haben sich darüber verständigt, die Themenbereiche für das Jahr 2016 festzulegen. Es wird zunächst eine Abstimmung über die Priorisierung der Themen in den einzelnen Ausschüssen geben. An schließend werden die Ergebnisse in einem gemeinsamen Telefonat aller Ausschüsse Ende April 2016 vorgestellt. Ebenso ist bis Mitte 2016 die Durchführung eines DKS Symposiums geplant. Die Themen der einzelnen Ausschüsse sowie die Einladung zu dem DKS Symposium werden zeitnah über die Webseite veröffentlicht werden.

Kreditmarkt-Standards und FinTech

Nach der PASS Studie Das FinTech-Universum 2015 – Innovationen durch FinTechs im B2B (www.pass-consulting.com) aus dem Jahr 2015 mischen die FinTechs den Kreditmarkt auf. Nach einer darin zitierten Untersuchung der University of Cambridge existieren in Europa 255 FinTech-Plattformen, der überwiegende Anteil daran in UK. Das Marktsegment wächst überall rasant und kann in drei Jahren schon bei einem Volumen von sechs bis acht Milliarden Dollar weltweit liegen, so die ebenfalls zitierte Studie von Nunatak.
Einen wesentlichen Anteil daran haben die sogenannten Peer-to-Peer-Plattformen. Hier macht der seit kurzem börsennotierte Lending Club aus den USA bereits Milliardenumsätze Aber auch in Deutschland finden sich in diesem Bereich Anbieter wie auxmoney, smava oder Lendico, ein Unternehmen der Rocket Internet Group.
Weitere Geschäftsbereiche der FinTechs finden sich im mobile payment, Auslandsüberweisung, Kassensysteme, Informationsgewinnung und -verarbeitung sowie Kunden- und Bankenprozesse.
Der Pass-Studie zufolge lassen sich die FinTechs vor allem in zwei Kategorien einteilen: Hier das „Substitut“, das die klassische Bank ersetzen kann, dort die „Anreicherung“ als Ergänzung zum Angebot der großen Player.
Für alle FinTechs gilt, dass sie sehr stark auf Standardisierungen der Abläufe setzen, um bereits daraus Kosteneinsparpotenziale zu generieren.