Im Namen des Vorstands der Deutschen Kreditmarkt-Standards eV darf ich Sie hiermit sehr herzlich einladen, an dem Abstimmungstelefonat für die weitere Ausschussarbeit der DKS für das Jahr 2017 teilzunehmen. Es wäre sehr nett, wenn Sie mir eine kurze Rückmeldung geben, ob Sie teilnehmen werden.

Dienstag 6.12.2016, 14.00-15.00 Uhr

Einwahldaten: 0049-69-154008-5021 / Pin: 3255

Folgende Themenbereiche sind für die drei Ausschüsse vorgesehen, die die jeweiligen Ausschussvorsitzenden kurz vorstellen werden:

Privatkunden

  1. Vertraulichkeitserklärung (unbesicherte Forderungen)
  2. Auftragsdatenverarbeitung
  3. Datenanforderung nach BDSG
  4. Due Diligence Regeln
  5. Anforderung an die verantwortungsvolle Kreditvergabe
  6. Beratungsprotokoll Wohnimmobilienkreditrichtlinie

Firmenkunden

  1. Erstellung von Musterverträgen im Bereich Firmenkunden – inklusive Sicherheitenpaket / Themen: Englische vs. Deutsche Sprache / Verhältnis zu den AGB der Banken/Sparkassen;
  2. Standardklauseln für Syndizierung, Vertraulichkeit und Verwertung;
  3. Erstellung eines Musters für Stillhalte-/Prolongations-/Stundungsvereinbarungen, die auch den Anforderungen von Investoren in Problemkrediten gerecht werden;
  4. Erstellung von Mustern für Verwertungsvereinbarungen mit Insolvenzverwaltern, die auch den Anforderungen von Investoren in Problemkrediten gerecht werden;
  5. Musterklauseln hinsichtlich Limitation Language;
  6. Muster für NDAs, die den besonderen Bedürfnissen von Firmenkunden (teilweise auch gelisteten AGs) entsprechen;
  7. Leitlinien/Muster für Sicherheitenpoolverträge

Immobilienfinanzierung

  1. Datenraum-Struktur;
  2. Erstellung eines Vollzugprotokolls für den Handel von Einzelkrediten;
  3. Erstellung von Musterverträgen von Sicherheiten im Bereich von Flugzeug- und Schiffsfinanzierungen, die den Anforderungen und Interessen von Investoren im Sekundärmarkt entsprechen;
  4. Standardisierung von Rechtsgutachten/Legal Opinion und Standard Nettingvereinbarungen

 

Im Anschluss besteht die Gelegenheit, Fragen zu den vorgestellten Themen zu stellen bzw. Anregungen für die Aufnahme weiterer Themen zu geben. Die Bearbeitung der Themen wird dann in separaten Ausschusstelefonaten erfolgen. Für 2017 sind darüber hinaus 4 weitere, gemeinsame Telefonate aller Ausschüsse geplant. Diese werden gesondert eingeladen, beachten Sie aber auch die DKS Webseite.

Deutschland ist ein Darlehens- beziehungsweise Kreditmarkt. Kredittransaktionen sind eine wichtige Möglichkeit des Risikomanagements und der Refinanzierung für Kreditinstitute. Die Vereinfachung und Beschleunigung derartiger Transaktionen erhöht das Marktvolumen und die Marktliquidität.

Die Vereinigung Deutsche Kreditmarkt-Standards e. V. (DKS) erarbeitet Prozess- und Vertragsstandards für den deutschen Kreditmarkt und die dort stattfindenden Transaktionen. Werden Sie Mitglied des DKS und profitieren Sie von dem fachlichen Austausch mit anderen Experten aus Kreditinstituten, Kanzleien, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Hochschulen.

Wohnimmobilienkreditrichtlinie und Kreditmarkt-Standards

Die seit Februar 2016 geltende Wohnimmobilienkreditrichtlinie (kurz: WIKR) bringt auch Kreditmarkt-Standards mit sich: das ESIS, das Europäische Standardisierte Merkblatt. Mit diesem Merkblatt müssen die Kreditgeber – Banken, Bausparkassen, Versicherungen bzw. deren Vermittler – nachweisen, dass der Kunde gemäß den gesetzlichen Vorgaben informiert wurde. Dabei geht es nicht nur um den Tilgungsverlauf und den effektiven Jahreszins, sondern auch um Kosten oder Provisionen, die nicht in den jährlichen Effektivzins einfließen, und auch um mögliche Vorfälligkeitsentschädigungen bei Nichtabnahme des Darlehens. Bei Änderung der Vertragsbedingungen im Laufe der Verhandlungen ist dem Kunden zudem ein entsprechend angepasstes ESIS Merkblatt auszuhändigen. Erst im Laufe der praktischen Anwendung wird sich herausstellen, in welchem Umfang und in welcher Form das Merkblatt auszufüllen ist, damit es rechtlichen Bestand hat.

Widerrufs-Joker bei Immobilienkrediten beendet

Der Gesetzgeber hat mit der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie außerdem eine Regelung zur Beendigung des sogenannten „ewigen Widerrufsrechts“ von zwischen 2002 und 2010 abgeschlossenen Immobilienkrediten beschlossen. Der Gesetzgeber reagiert damit darauf, dass das Entstehen unbefristeter „ewiger“ Widerrufsrechte gerade bei Immobiliar-Verbraucherdarlehen zu erheblicher Rechtsunsicherheit führt. Für neu abgeschlossene Immobiliar-Verbraucherverträge soll durch die neuen Regelungen das Entstehen sogenannter „ewiger Widerrufsrechte“ verhindert werden. Damit soll dazu beigetragen werden, dass sich Banken bei der Vergabe von Immobiliendarlehen mit langer Zinsbindung künftig nicht zurückhalten. Gerade solche Darlehen liegen im Verbraucherinteresse, weil sie zu Planungssicherheit führen. Bei Immobiliendarlehensverträgen, die in den Jahren 2002 bis 2010 geschlossen wurden, hatten Verbraucher nun nach Inkrafttreten des Gesetzes noch drei Monate Zeit, um zu prüfen, ob sie von ihrem möglicherweise bestehenden Widerrufsrecht Gebrauch machen wollen. Diese Frist ist am 21.06.2016 abgelaufen.
(Quelle: AssCompact 04/2016, Seite 72f)

Loan Market Association feiert runden Geburtstag

Die in London ansässige Loan Market Association feiert im Dezember 2016 runden Geburtstag – sie wird 20 Jahre alt. Inzwischen hat die LMA mehr als 600 Mitglieder, vorwiegend aus dem Finanzbereich, bspw. Banken und Finanzinvestoren, aber auch Beratungsunternehmen und internationale Anwaltskanzleien. In den USA hat sich die Loan Syndications and Trading Association LSTA etabliert, während der deutsche Kreditmarkt von der DKS abgedeckt wird, der speziell mit den in der Deutschen Kreditwirtschaft verbundenen deutschen Bankenverbänden, dem Bundesverband deutscher Banken, dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband, dem Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken, dem Verband öffentlicher Banken sowie dem Verband deutscher Pfandbriefbanken zusammenarbeitet.