Im Jahr 2017 wird es vier Telefontermine geben, in der sich alle drei Ausschüsse gemeinsam abstimmen. Diese Termine wurden von den Ausschussvorsitzenden wie folgt festgelegt:

Jeweils 14.00 Uhr – Freitag 17.3., Freitag 19.5., Freitag 22.9., Freitag 17.11.2017 – bitte schon einmal vormerken !

Die Einwahldaten werden jeweils rechtzeitig vor den Terminen mitgeteilt. Beachten Sie auch die DKB Webseite.

Unabhängig davon werden die drei Ausschüsse separate Calls durchführen, um die Themenbereiche zu priorisieren und die Entwicklung der jeweiligen Standards voranzubringen.

Folgende Themenbereiche sind für die drei Ausschüsse vorgesehen, die die jeweiligen Ausschussvorsitzenden kurz vorstellen werden:

Privatkunden

  1. Vertraulichkeitserklärung (unbesicherte Forderungen)
  2. Auftragsdatenverarbeitung
  3. Datenanforderung nach BDSG
  4. Due Diligence Regeln
  5. Anforderung an die verantwortungsvolle Kreditvergabe
  6. Beratungsprotokoll Wohnimmobilienkreditrichtlinie

Firmenkunden

  1. Erstellung von Musterverträgen im Bereich Firmenkunden – inklusive Sicherheitenpaket / Themen: Englische vs. Deutsche Sprache / Verhältnis zu den AGB der Banken/Sparkassen;
  2. Standardklauseln für Syndizierung, Vertraulichkeit und Verwertung;
  3. Erstellung eines Musters für Stillhalte-/Prolongations-/Stundungsvereinbarungen, die auch den Anforderungen von Investoren in Problemkrediten gerecht werden;
  4. Erstellung von Mustern für Verwertungsvereinbarungen mit Insolvenzverwaltern, die auch den Anforderungen von Investoren in Problemkrediten gerecht werden;
  5. Musterklauseln hinsichtlich Limitation Language;
  6. Muster für NDAs, die den besonderen Bedürfnissen von Firmenkunden (teilweise auch gelisteten AGs) entsprechen;
  7. Leitlinien/Muster für Sicherheitenpoolverträge

Immobilienfinanzierung

  1. Datenraum-Struktur;
  2. Erstellung eines Vollzugprotokolls für den Handel von Einzelkrediten;
  3. Erstellung von Musterverträgen von Sicherheiten im Bereich von Flugzeug- und Schiffsfinanzierungen, die den Anforderungen und Interessen von Investoren im Sekundärmarkt entsprechen;
  4. Standardisierung von Rechtsgutachten/Legal Opinion und Standard Nettingvereinbarungen

Deutschland ist ein Darlehens- beziehungsweise Kreditmarkt. Kredittransaktionen sind eine wichtige Möglichkeit des Risikomanagements und der Refinanzierung für Kreditinstitute. Die Vereinfachung und Beschleunigung derartiger Transaktionen erhöht das Marktvolumen und die Marktliquidität.

Die Vereinigung Deutsche Kreditmarkt-Standards e. V. (DKS) erarbeitet Prozess- und Vertragsstandards für den deutschen Kreditmarkt und die dort stattfindenden Transaktionen. Werden Sie Mitglied des DKS und profitieren Sie von dem fachlichen Austausch mit anderen Experten aus Kreditinstituten, Kanzleien, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Hochschulen.

Wohnimmobilienkreditrichtlinie und Kreditmarkt-Standards

Die seit Februar 2016 geltende Wohnimmobilienkreditrichtlinie (kurz: WIKR) bringt auch Kreditmarkt-Standards mit sich: das ESIS, das Europäische Standardisierte Merkblatt. Mit diesem Merkblatt müssen die Kreditgeber – Banken, Bausparkassen, Versicherungen bzw. deren Vermittler – nachweisen, dass der Kunde gemäß den gesetzlichen Vorgaben informiert wurde. Dabei geht es nicht nur um den Tilgungsverlauf und den effektiven Jahreszins, sondern auch um Kosten oder Provisionen, die nicht in den jährlichen Effektivzins einfließen, und auch um mögliche Vorfälligkeitsentschädigungen bei Nichtabnahme des Darlehens. Bei Änderung der Vertragsbedingungen im Laufe der Verhandlungen ist dem Kunden zudem ein entsprechend angepasstes ESIS Merkblatt auszuhändigen. Erst im Laufe der praktischen Anwendung wird sich herausstellen, in welchem Umfang und in welcher Form das Merkblatt auszufüllen ist, damit es rechtlichen Bestand hat.

Der Ausschuss Privatkunden wird sich dem Muster ESIS als eine der ersten Aufgaben annehmen. Dabei wird auch der vom Bundeskabinett am 21.12.2016 beschlossene Gesetzentwurf zur „Ergänzung des Finanzdienstleistungsaufsichtsrechts im Bereich der Maßnahmen bei Gefahren für die Stabilität des Finanzsystems und zur Änderung der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie“, kurz: Finanzaufsichtsrechtergänzungsgesetz, berücksichtigt werden. Zudem wird die in dem Gesetzentwurf vorgesehene Einschätzung der drohenden Risiken für die Funktionsfähigkeit des Finanzsystems und für die Finanzstabilität durch das BaFin Beachtung finden. Hier werden noch weitere Anordnungen des BaFin zu Freikontingenten und Bagatellgrenzen erwartet.